Rettet Eure Pflanzen vor der Pfingsttod!

aktuell, 22.05.2026

Das verlängerte Pfingstwochenende bringt uns die ersten richtig heißen Tage – doch wer jetzt einfach die Bürotür schließt und in den Kurzurlaub verschwindet, erlebt nach der Rückkehr oft eine braune Überraschung. Warum geschlossene Räume im Sommer zu regelrechten Feuchtigkeitsfressern werden und mit welchen 5 einfachen Tricks Eure Pflanzen die Tage ohne Euch überstehen!

Das verlängerte Pfingstwochenende steht vor der Tür – und mit ihm oft die ersten richtig heißen Tage des Jahres!

Wenn Ihr jetzt die Koffer packt und Eure Wohnung oder das Büro für ein paar Tage verlasst, vergesst Ihr oft einen unsichtbaren Mitbewohner: den „Durst“ der Raumluft!

Gerade wenn Fenster und Türen über die Feiertage geschlossen bleiben, staut sich die Hitze drinnen massiv.

Die Raumluft wird extrem trocken und zieht die Feuchtigkeit buchstäblich aus allem heraus, was sie finden kann – allen voran aus der Erde Eurer Zimmerpflanzen. Damit Ihr nach Pfingsten kein braunes Aufwachen erlebt, solltet Ihr vorsorgen.

5 schnelle Pfingst-Überlebenstipps für Eure Pflanzen!

Damit Eure grünen Lieblinge die heißen Tage im verlassenen Büro oder Zuhause sicher überstehen, helfen ein paar einfache Handgriffe:

Raus aus der Schusslinie: Stellt Pflanzen, die sonst auf der sonnigen Fensterbank stehen, für die Tage Eurer Abwesenheit weiter in den Raum hinein. Weniger direkte Sonne bedeutet drastisch weniger Verdunstung.

"Gruppenkuscheln": Stellt Eure Pflanzen eng zusammen. Dadurch entsteht ein kleines, feuchteres Mikroklima, weil sich die Pflanzen gegenseitig vor dem schnellen Austrocknen schützen.

Der Handtuch-Trick: Setzt die Pflanzenbänke oder Töpfe auf feuchte Handtücher oder eine Schicht feuchten Blähton in einer großen Wanne. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit rund um die Blätter.

Die umgedrehte Plastikflasche: Ein Klassiker für die Eigenbau-Bewässerung: Eine Plastikflasche mit Wasser füllen, ein winziges Loch in den Deckel bohren (oder den Deckel ganz leicht aufschrauben) und kopfüber fest in die Erde stecken. Die Pflanze zieht sich das Wasser dann nach Bedarf.

Gründlich tanken, aber keine Staunässe: Gießt am Tag Eurer Abreise noch einmal durchdringend, aber lasst kein Wasser im Übertopf stehen, sonst faulen die Wurzeln.

 

Piche-Evaporimeter

Der Blick hinter die Kulissen: Wie durstig ist Raumluft wirklich?

Dass Luft im Sommer "durstig" wird, ist kein gefühltes Phänomen, sondern lässt sich exakt messen. Wir nutzen dafür ein spezielles Messgerät im Innenraum: das sogenannte Piche-Evaporimeter.

Das Prinzip ist simpel: Ein mit Wasser gefülltes Glasröhrchen wird unten mit einem Löschpapier verschlossen und kopfüber aufgehängt. Über das Papier verdunstet das Wasser kontinuierlich an die Raumluft. Eine komplette Füllung entspricht dabei einer Verdunstung von umgerechnet 30 Litern Wasser pro Quadratmeter.

Die Messungen zeigen ein spannendes Phänomen im Jahresverlauf (Gesamtdurchschnitt: 85,2 mm Verdunstung):

Das Sommer-Maximum (August: ~106,4 mm): Durch die sommerliche Hitze im Raum steigt die Kapazität der Luft, Feuchtigkeit aufzunehmen, massiv an. Genau das passiert auch an einem heißen Pfingstwochenende im geschlossenen Büro, wenn Ihr nicht da seid.

Das Heizungs-Maximum (März: ~102,7 mm): Im Vorfrühling ist die Verdunstung oft fast genauso hoch. Der Grund: Wenn kalte Außenluft beim Lüften reingeholt und durch die Heizung erwärmt wird, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit extrem. Die Luft wird regelrecht „gierig“ nach Wasser.

Das Winter-Minimum (Dezember: ~68,2 mm): In der dunklen Jahreszeit sorgen die kühleren Grundtemperaturen dafür, dass auch die Verdunstung deutlich zurückgeht.

Messreihe Innenraum-Verdunstung November 2021 bis Mai 2026 / Monatsmittelwerte
© www.donnerwetter.de

 

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